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Auf den Spuren regionaler Unternehmen...

Warum in die Ferne schweifen, wenn wir in unserer Umgebung so hervorragende Betriebe haben?

Genau deshalb machten sich am 5. Dezember die 2. Jahrgänge mit ihren KVs auf den Weg Richtung Kirchberg, um dort die seit 60 Jahren bestehende Tischlerei Prödl zu besichtigen. Neben tollen Imagefilmen durften wir die Stationen der Produktion besichtigen und staunten, wie modern, automatisiert und nachhaltig in diesem Familienbetrieb gearbeitet wird. Besonders freuten wir uns auch darüber, eine HAK-Feldbach Absolventin als Prödl-Mitarbeiterin wiederzusehen. Unser Resümee: Qualität-Sorgfalt-Perfektionismus-Prödl. Herzlichen Dank für die Einblicke und die freundliche Aufnahme.

Bei einem weiteren Zwischenstopp in Studenzen besichtigten wir den Trachtenhersteller Hiebaum. Die seit ebenfalls 60 Jahren bestehende Trachtenmanufaktur liefert Trachtenmode Made in Styria erfolgreich in viele EU-Länder und kann auch als Botschafter des steirischen Vulkanlandes bezeichnet werden. Unser Resümee: echtes Handwerk, engagierte Eigentümer und ein familienfreundliches Arbeitsklima. Ein herzliches Dankeschön an Herrn Schiffer für seine uns zur Verfügung gestellte Zeit.

Text: Mag. Ursula Astecker-Perner

Auf verschiedenen Wegen zu gemeinsamen Zielen

Nachdem der Gewinn-Infoday 2016 für uns nicht der erwartete Gewinn war, war die Begegnung mit Cecily Corti und ihren VinziRast Projekten ein umso größerer. Wir waren mehr als angetan von dem, was diese Frau initiiert und gemeinsam mit hauptsächlich ehrenamtlichen Mit-TäterInnen auf die Beine gestellt hat: An insgesamt sechs Stellen Wiens wird obdachlosen Männern und Frauen nicht nur ein Dach über dem Kopf angeboten, sondern ihnen über Lern- und Arbeitsprojekte die Hand zu Wiederannäherung an die Gesellschaft gereicht. Der achtsame, respektvolle und vorurteilsfreie Umgangston prägt Cecily Cortis täglichen Einsatz für diese Menschen. Zu unserer besonderen Freude trafen wir in der VinziRast Alexander Van der Bellen. Trotz Hoch-Wahlkampfes nahm nun auch er sich Zeit für uns und unsere Fragen. Der feine Humor des Kandidaten ließ uns immer wieder auch gemeinsam lachen. Wir bedanken uns bei Cecily Corti und ihm für die anregenden, interessanten Gespräche, vor allem aber für das, was sie tun: Jede/r auf seinem Weg. Für uns ein Ansporn, den unseren zu suchen und zu gehen!

Text: Dr. Birgit Wahl

Exkursion nach Hartheim und Mauthausen

Am Montag und Dienstag (7.-8.11.) machten wir, die Schülerinnen und Schüler der 5CK, uns auf eine Reise in ein dunkles Kapitel unserer Vergangenheit. Wir besuchten das von den Nationalsozialisten als Tötungsanstalt genutzte Schloss Hartheim und das KZ Mauthausen in Oberösterreich. In Hartheim besichtigten wir die Ausstellung Wert des Lebens. Diese Ausstellung betrachtet den Umgang mit Menschen, die den Vorstellungen und Idealen der Gesellschaft nicht entsprechen, über die letzten Jahrhunderte hinweg. Wir lernten, wie wichtig es ist, diese Menschen nicht auszuschließen, sondern sie als vollwertigen Teil unserer Gesellschaft zu akzeptieren. Im Anschluss gingen wir gemeinsam den Weg, den die rund 30.000 Menschen, die zwischen 1940 und 1944 in der Euthanasie-Anstalt Hartheim (Euthanasie = schöner Tod) ermordet wurden, damals gegangen sind. Bei diesen Menschen handelte es sich um körperlich und geistig behinderte Menschen, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter.

Foto: Lara Painsipp

Am zweiten Tag besuchten wir das ehemalige KZ Mauthausen. Dort erfuhren wir, unter welchen unmenschlichen und grausamen Bedingungen die KZ-Häftlinge ihr Dasein fristen mussten. Die Insassen wurden nicht nur physisch durch schwere körperliche Arbeit im Steinbruch, sondern auch psychisch gequält. Passend zu der bedrückenden Stimmung war auch der Himmel grau und düster. Trotz der schrecklichen Bilder ist es wichtig, dass wir uns mit diesem schrecklichen Kapitel unserer Geschichte auseinandersetzen, denn wie ein Überlebender einst sagte: Die Tatsache, dass es einmal passiert ist, zeigt, dass es wieder passieren kann.

Text: Katharina Sommer und Kerstin Lindner